Natural Hosemanship

Horsemanship heißt wortwörtlich übersetzt tatsächlich „Reitkunst“. Horsemanship ist erstmal der Begriff für eine Pferd – Mensch – Beziehung. Pferd und Mensch „sprechen“ miteinander über Körpersprache, abgeguckt aus dem Herdenverhalten des Pferdes und finden so auf einem gewaltfreien Weg zu einem vertrauens- und respektvollen Umgang miteinander.

 Durch verschiedene Pferdetrainer und Trainingsmethoden hat sich der Begriff zu „Natural Horsemanship“ weiterentwickelt. Diesen Begriff findet man häufig in Verbindung mit Ausbildern wie Pat Parelli und Monty Roberts. Teilweise ist der Begriff ins negative Licht gerückt, da einige eben viel mit negativer Verstärkung arbeiten, um schnell Erfolge zu erzielen, wo die Psyche des Pferdes viel auszuhalten hat. Dies ist keine Kunst, kein Horsemanship in meinen Augen.

Ich möchte einmal meine Gedanken zum Thema „Natural Horsemanship“ äußern:

 

„Erstmal bedeutet es für mich zum einen, dass ich als Mensch die Sprache der Pferde lerne. Dass ich verstehen lerne, was mir die Pferde mitteilen wollen. Sie können sich nicht mit uns unterhalten, wie wir Menschen es miteinander tun, es gelangen keine Worte aus dem Pferdemaul.  Wir müssen lernen, die Körpersprache des Pferdes zu erkennen, zu deuten, zu verstehen. Dazu gehört genau hinzuhören –  zuhören. Der erste Schritt dazu ist, die Bereitschaft an sich selber zu arbeiten, sich selbst zu hinterfragen. Wir müssen unsere Wahrnehmung, Beobachtungsfähigkeit und unser Körpergefühl schulen, um die Signale, die uns unser Pferd die ganze Zeit über, in der wir mit ihm zusammen sind, sendet, richtig zu erkennen und darauf zu reagieren. Ich möchte die Bedürfnisse der Pferde erkennen, um im Gegenzug Vertrauen und Respekt zu erhalten. Für mich ist der Begriff „Horsemanship“ also als eine Haltung bzw Einstellung dem Pferd gegenüber zu verstehen.“  Schlagwörter, die ich damit verbinde sind 

        Zuhören – Einfühlungsgabe – Vertrauen – Partnerschaft

barny hand

 

„Zum anderen bedeutet der Begriff „Natural Horsemanship“ gesehen als eine Trainingsmethode eben auch die Basis der Bodenarbeit. Dazu zähle ich zb das Führtraining, oder die Freiarbeit im Round Pen / auf dem Reitplatz, wo man wunderbar die natürliche und gewaltfreie Kommunikation mit dem Pferd lernen kann. Ich unterstütze die Übungen mit positiver Verstärkung, um die Pferde zu motivieren. In den Basisübungen orientiert sich die „Horsemanship-Arbeit“ an der Pferdeherde. Die Leitstute führt die Herde an und es gibt klare Regeln. Aber die Leitstute hat eine natürliche Autorität und die Pferde schließen sich ihr an. Und dies ist zwischen Mensch und Pferd ebenso wichtig, dass es zwar klare Regeln gibt, aber erarbeitet aus einer natürlichen Autorität heraus, sodass sich das Pferd mir freiwillig anschließt und mir folgt und nicht, weil ich es zur Unterordnung zwinge. Des weiteren zähle ich zB auch das Schrecktraining dazu, dass ich gemeinsam mit meinem Pferd lerne Situationen in denen es Angst hat zu bewältigen und mit Vertrauen zu mir meistern kann.“Barny und Branco und ich_3

Das verstehe ich unter „Natural Horsemanship“.